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Schule aus! Und jetzt Beijing...

Der Abschied von den Kindern und der Schule war sehr hart und traurig und ich war verwirrt. Aber es war auch schoen und passt jetzt schon. So ist das Kapitel Deutsche Schule Shanghai nun erstmal beendet.

Aber China noch nicht! Und jetzt ist Reisezeit! Am Samstag ist die Mare in Shanghai angekommen und am Sonntag sind wir aus der WG ausgezogen. Mit dem Nachtzug sind wir jetzt nach Peking gefahren und noch ein wenig geschlaucht. Grossraum-Schlafwagen, ein Erlebnis! Leider nicht wirklich erholsam, deswegen haben wir eben im Hostel erstmal ein wenig geruht. Morgen gehts dann los mit Sightseeing. Erstmal ist die Verbotene Stadt dran, am Mittwoch dann die Mauer! Ich freu mich schon! Hab einen Peking-Insider, der uns Tipps gibt! Unser Hostel hier liegt voll schoen in so einem Viertel, wo lauter alte Haeuser und kleine Gassen sind, sehr cool! Haben schon leckere Pfannkuchen gespeist, die hier ein bisschen anders schmecken als in Shanghai und Nanjing, aber geil wie immer! Ja Lotta, lecker!

Am Freitag oder Samstag wollen wir weiter nach Lijiang, das liegt im Suedwesten von China und am Fusse des Himalaya! Hoffentlich schaffen wir es auch, es ist naemlich glaub ich gar nicht so einfach. Erstmal fliegen wir wahrscheinlich nach Kunming und dann fahren wir von da aus nochmal nen ganzen Tag oder eine Nacht Bus. Lijiang soll eine sehr tolle Altstadt haben und man kann da wandern. Ausserdem ist es da waermer, das ist gut. Und auf Empfehlung von Friederike werden wir bei einer Mama unterkommen. Bin gespannt!

So das wars, in diesem Hostel kostet das Internet unverschaemter Weise.

1 Kommentar 1.2.10 13:22, kommentieren



Das Jahr des Tigers ist da!

 

Happy new Year! Das Jahr des Tigers ist da! Das letzte war das Jahr des Ochsen. Und es schneit in Shanghai! Das hab ich noch nicht erlebt, die Straßen sind weiß! Unglaublich, aber wahr. Heute Abend waren Mare und ich bei Johannes/Chengyuans Familie zum Essen eingeladen. Chinese New Year ist hier so wie Weihnachten bei uns: Die Familie kommt zusammen, man isst und trinkt und freut sich. Das Essen war lecker und üppig, wie immer und noch mehr. Chengyuans Kusine (Angela, ihr englischer Name) und ihre Eltern waren dabei und natürlich seine Mama und er. Sein Papa ist mal wieder geschäftlich unterwegs. So langsam komm ich mir doof vor, dass ich schon seit einem halben Jahr hier bin und immer noch kein Chinesisch kann. Vielleicht muss ich es doch noch irgendwann lernen... So eine nette Familie ist das, aber echt.

Heute war also Silvester, oder besser: gestern. Jetzt liegt Schnee und das Geböller hat endlich aufgehört. Eigentlich schon um halb 1, davor gings dafür umso mehr ab! So ein Feuerwerk hab ich noch nicht erlebt!

Nach Beijing waren Mare und ich in Lijiang, in Yunnan. Sehr schön wars da. Eine gemütliche kleine alte Stadt voller Touri-Läden-trotzdem schön! Und total frühlingswettermäßig, richtig warm und voller Sonnenschein. Die Reiserei dazwischen war anstrengend und aufregend. Von Peking sind wir nach Kunming geflogen, wo wir einen Tag mit sehr netten Freunden vom Chengyuan verbracht haben. Über Nacht sind wir dann mit einem Schlafbus nach Lijiang gefahren, eingequetscht zwischen Chinesen und Schweden in Blechbüchsen haben wir versucht auf der Holperstraße zu schlafen. Als wir in Lijiang angekommen sind, haben wir ein Taxi zu Mama Naxis (eine der vielen Minderheiten in Yunnan) Guesthouse genommen und gleich weitergeschlafen. Zwei Tage haben wir dann in Lijiang gechillt, einen tollen Markt ohne Touristen erkundet und dann sind wir wandern gegangen: In der Tiger-Sprung-Schlucht, Mann war das toll! Super tolles Sommerwetter, ohne ein Wölkchen und mit richtig krasser heißer Sonne. Wir sind im T-Shirt rumgewandert mit unsrer kleinen „Wandergruppe“. Die Berge da waren so toll, beeindruckend...! Ich hab viele Fotos gemacht und die Mare auch. Bei meinem Fotos ist das Display kaputt, also hab ich nur blind geschossen. Trotzdem tolle Fotos.

Ich bin etwas beschwippst vom Neujahrssekt, den wir uns gegönnt haben.

Eigentlich wollten Mare und ich nur einen Tag wandern, aber weil wir da so lang hingefahren sind von Lijiang aus und es außerdem so wunderschön war in dieser Tiger-Sprung-Schlucht, haben wir dann doch eine Nacht in einem Berg-Guesthouse verbracht, dem 'Halfway-Guesthouse'. Am nächsten Tag war das Wetter dann total anders: Schon in der Nacht hat es angefangen wie wahnsinnig zu stürmen und dann waren da Wolken und es war richtig frisch, nix mehr mit T-Shirt-Wandern. Trotzdem sehr toll. Am Ende von unsrer Wandertour wollten wir noch richtig runter in die Schlucht steigen, haben es aber wegen unüberwindbaren krassen Wackelleitern aufgegeben. Die waren echt angsteinflößend, wackelig und mehr als steil den Berg runter. Übersteil. Mit einem kleinen Bus sind wir dann zurück zum Anfang der Schlucht gefahren, über eine Straße, die nicht wirklich eine Straße war, mehr eine Geröllhalde mit Steinschlag. Aber wir habens überlebt. War wirklich abenteuerlich und sehr aufregend, so toll! Als wir zurück in Lijiang waren, haben wir uns wieder einen Tag entspannt und sind dann nach Kunming gefahren und am nächsten Tag nach Shanghai geflogen. In Shanghai wohnen wir jetzt in der Wohnung von der Anja, einer von den Lehrerinnen aus der Schule hier. Sehr nett, dass wir hier wohnen dürfen. Sie - nicht nur sie, sondern die ganze Deutsche Schule Shanghai - hat jetzt Ferien wegen Chinese New Year und die Anja ist mit ihrem Hannes auf die Philippinen geflogen. Also haben wir jetzt die ganze tolle Wohnung für uns.

Es ist komisch wieder in Shanghai zu sein, ohne hier richtig zu wohnen, ohne eigene Wohnung. Ein bisschen traurig... sehr traurig. Meine Zeit hier geht vorbei. Je mehr mir das bewusst wird, desto trauriger werde ich. Aber ich freu mich auch. Auf meine neue Wohnung in Mannheim, die ich noch nicht kenne und auf meine neue Mitbewohnerin, die Judith, die ich gut kenne! Das wird toll. Aber Shanghai zu verlassen wird schwer. Der Abschied rückt näher, aber er ist noch nicht da.

Tjaja. Also denn, haut alles schön rein im neuen Jahr, dem Jahr des Tigers!

1 Kommentar 13.2.10 19:14, kommentieren

meine letzte Woche in Shanghai...

Sooo, bin mal wieder umgezogen, mit der U-Bahn diesmal. Das war ein Kraftakt! Alle grinsen einen an, aber auf die Idee zu helfen kommt irgendwie niemand... Aber es hat sich gelohnt: Ich wohn jetzt beim Martin, mitten in Shanghai, hab ein Schlafzimmer mit Panoramafenster und Blick auf die Stadt aus dem 21. Stock, fein! Nein also wirklich, voll der Luxus. Hier werd ich jetzt noch eine Woche wohnen und dann flieg ich zurück nach Deutschland. Meinen Flug musste ich umbuchen, weil die guten Lufthansa-Piloten beschlossen haben genau an dem Tag zu streiken, an dem mein Rückflug sein sollte. Aber egal, passt auch. So hab ich jetzt noch eine Woche in Shanghai – frei! Nur einkaufen darf ich nix mehr, sonst wird’s knapp mit dem Gepäck... Schade, ich wollte noch so herrliche rote Lampions kaufen, die hier wegen dem Springfestival/Chinese New Year überall rumhängen. Das sieht sooo schön aus, wenns abends überall rot leuchtet, in den Bäumen, an den Straßen... ein bisschen wie Weihnachtsbeleuchtung bei uns, nur nicht kitschig, sondern einfach schön! Schöner eigentlich, aber das kann man nicht vergleichen... Dafür gefällt mir die Stimmung beim Weihnachten feiern besser, das ist irgendwie besinnlicher und feierlicher. Chinesen feiern so laut! Ist auch nett, aber ich bin halt weihnachtsgeprägt. Und naja, vielleicht kauf ich doch noch ein paar Lampions, sind ja nicht schwer, ist ja fast nur Stoff :-)! Oder halt wenigstens einen. Einen ganz kleinen. Hier ist übrigens der Frühling ausgebrochen: Die Bäumle fangen an zu blühen und die Menschen auch! Es war heute so warm, dass man im T-Shirt rumlaufen konnte! Wunderbar, das ist ein ganz anderes Lebensgefühl und so plötzlich! Hoffentlich hält das diese Woche noch und es fängt nicht an zu regnen oder so... Ich freu mich auf Deutschland! Und es ist lustig, ich weiß nicht wies kommt, aber ich merke, wie ich schon so langsam immer mehr mit Shanghai abschließe. Das ist gut. Und es ist gut, dass ich dafür so viel Zeit habe, die brauch ich. So kann ich mich ganz in Ruhe von allen und allem verabschieden. Und auch lustig: Ich fange an mein Leben in Deutschland zu vermissen! Meine lieben Leute. Und Heidelberg und sogar ein klitzekleines pupsi Bisschen die PH. Nicht wirklich. Für meine letzte Shanghai-Woche hab ich noch keine großen Pläne. Chengyuans Mama ist so lieb und zeigt mir wie man eins von meinen Lieblingsessen macht: Hühnchen mit Erdnüssen und so Krams, lecker! Und ein kleines Abschiedsessen werd ich machen. So, jetzt gehen wir Abendessen: Teppaniaki (weiß nicht ob mans so schreibt...), das hab ich noch nicht gegessen. Da ist der Tisch ein Grill und da kommen Sachen drauf. Bin gespannt! Bis bald in Deutschland!

3 Kommentare 21.2.10 13:51, kommentieren